EKG, Langzeit-EKG & Belastungs-EKG

Eine Ruhe-EKG-Untersuchung kann Hinweise für eine Herzrhythmusstörung oder Durchblutungsstörung (Herzkranzgefäßverengung) anzeigen. Sie wird z.B. routinemäßig bei Patienten, welche ins Disease Management Programm (DMP) KHK eingeschrieben oder bei Patienten mit Bluthochdruck durchgeführt.

Mit unserem Langzeit-EKG-Rekorder können Aufzeichnungen bis zu 72 Stunden registriert und somit auch intermittierende Herzrhythmusstörungen erfasst werden. Die Auswertung erfolgt extern in einer internistischen Praxis.

Beim Belastungs-EKG (sog. Ergometrie) wird im Rahmen zunehmender Belastungsstufen auf einem Fahrradergometer die Untersuchung der Belastbarkeit sowie mögliche belastungsabhängige Veränderungen des Blutdruckverhaltens, der Herzfrequenz, möglicher Herzrhythmusstörungen und Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße durchgeführt. Eine Kombination mit einer Laktatuntersuchung (Milchsäure) zur Trainingssteuerung sowie Messung der Sauerstoffsättigung (SpO2) ist möglich.

Lungenfunktionsprüfung & Langzeit-Blutdruckmessung

Lungenerkrankungen stehen neben Herz-Kreislauferkrankungen an führender Stelle der Todesursachen in Deutschland. Um frühzeitige Störungen festzustellen ist die Lungenfunktionsprüfung eine schnell und einfach durchzuführende Untersuchung.

Bei dieser Messung atmet der Patient nach Anweisung durch ein spezielles Mundstück ein und aus. Es werden dabei die Lungenvolumina und der Atemwegswiderstand gemessen. Zusätzlich kann eine Kontrolle nach medikamentöser Therapie mit Salbutamol (sog. Bronchospasmolysetest) durchgeführt werden. Nach entsprechender Auswertung sind Rückschlüsse auf bestimmte Erkrankungen wie z.B. Asthma bronchiale oder COPD (chronisch obstruktive Lungenkrankheit) möglich.

Auch bei Rauchern hat sich diese Untersuchung bewährt. Gerade im Frühstadium einer obstruktiven Lungenkrankheit kann sich, nach Einstellen des Rauchens, eine Verbesserung der Lungenfunktion einstellen.

Zur Aufdeckung und Therapiekontrolle von Bluthochdruckerkrankungen (sog. arterielle Hypertonie) ist es sinnvoll, neben der häuslichen Blutdruckmessung, eine 24-Stunden-Blutdruckmessung durchzuführen. Meist kann die Einstellung des Bluthochdrucks mit Medikamenten – neben allgemeinen Maßnahmen wie z.B. Gewichtsregulation, ausgewogener Ernährung, Bewegungstherapie und Anwendung von Entspannungsverfahren – dadurch deutlich verbessert werden.

Ultraschalluntersuchungen

Sonographische Untersuchungen (Ultraschall) sind die mit am Häufigsten durchgeführten Untersuchungen in unserer Praxis. Sie sind schmerzfrei und man gewinnt schnell Einblick in sonst schwer erreichbare Organsysteme.

Beim Ultraschall der Schilddrüse wird diese ausgemessen und nach Veränderungen wie z.B. Knoten oder Zysten gezielt gesucht. Auch unter einer schilddrüsenspezifischen Medikation (z.B. im Rahmen einer Über- oder Unterfunktion) sollte regelmäßig die Schilddrüse serologisch (Blutentnahme) und sonographisch kontrolliert werden.

Zur Erkennung von Veränderungen im Bauchraum (Abdomen) wie z.B. der Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Bauchschlagader (Aorta) oder der Nieren ist der Ultraschall genauso gut geeignet. Oft erleichtert es uns dabei, wenn Sie nüchtern zur Untersuchung kommen.

Durch eine sonographische Darstellung der inneren Schicht der Halsgefäße (sog. IMD-Messung) kann die Höhe des  Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos abgeschätzt werden. Diese spezielle Art der Untersuchung wird allerdings nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.